Geschrieben von hb.mbl am 27. Januar 2010 | Abgelegt unter PPL
Lang ist’s her, viel zu lang… Entweder wollte Petrus nicht, oder dann meine Agenda: Seit dem 8. Dezember (LSGL) war ich nicht mehr in der Luft! Die Zeit vertrieb ich mir mit Spotten, beim Video oder DVD gucken, mittlerweile habe ich auch schon über 6 Stunden im “Flight Navigation and Procedures Trainer”, im Simulator, hinter mir. Ist aber alles nicht das Gleiche wie die HB-CWE:
Naja, für ein paar Platzrunden hat’s gereicht. Der Rost ist weg, jetzt gehts in raschen Schritten gegen das Ausbildungsende zu! Stay tuned for more in-air-action!
Etwas besseres als der abgelutschte Werbespruch für Schokoköpfe ist mir leider nicht in den Sinn gekommen… Als “Schoggichopf” im positiven Sinn möchte ich aber auch jederfrau/mann bezeichnen, der/die sich frei nehmen konnte und die Erst-Landung des grössten Passagierjets in Zürich miterleben durfte. War sicher toll :-)
…Und es waren nicht wenige… Man spricht von >20′000 Schaulustigen… Einer von ihnen war Fredy, dessen zwei Bilder ich oben zeigen darf. Daneben finden sich im Internet noch 345′234′846 andere Bilder, von innen, von aussen, von unten, von oben, von links, von rechts. Klar, der Event ist auch extrem geschichtsträchtig!
Auch mit von der Partie war Andy Rüesch, der sich wieder mit dem Heli und der Filmkamera dem Koloss näherte. Hier ein Screenshot, aufs Bild klicken führt zum Film (~5min).
Geniale Ansichten! Fast noch besser aber war’s heute auf dem Titlis! Warum? Nun, dann schaut Euch diesen TV Beitrag an!
Meine Güte, das ist ja riiiiesen diiiick! Hammer!
(c) luftwaffe.ch - Ohne Zweifel zwei der, sorry, geilsten Aviatikbilder 2010! Danke ZRH, danke Airbus, danke Luftwaffe!
rneut strapaziere ich den Begriff “Retrobus” - auch die beiden folgend vorgestellten Airbusse sind nicht wirklich “auf alt gemacht” - das Swissair-Logo IST alt! Ok, die Aviatik-Community wartet sehnlichst auf den ersten Spezial-Lack der Swiss, aber bis es so weit ist (Markenrecht lässt grüssen) erfreuen wir uns an den originalen Swissair-Liveries.
Die HB-IPV mit dem grauen Bauch ist ein “08/15″ Lack der letzten Jahre. Zusammen mit der grossen roten Flosse des A319 ist der Wiedererkennungswert auch ohne Titel immer noch sehr gross.
Die HB-IOF, ein langer Airbus 321, kommt da - für Swissair-Verhältnisse - schon wesentlich spezieller daher: Mit dem “Blue Belly” und einer Werbung für das damalige Bonusmeilen-Programm “Qualiflyer” ist diese Lackierung schon fast ein “Special”. Eingeführt im Jahr 2000, war dieser Lackierung kein langes Leben (mehr) beschieden. Wer weiss - vielleicht sehen wir irgendwann mal wieder einen Blauen Bauch in der Luft…
Eeendlich ist es wieder soweit! Andy Rüesch hat wieder zugeschlagen: Sein Film “ZRH zero nine” ist fertig! Tauche für gute 20 Minuten ein in die Welt am Flughafen, blick den Rampern über die Schulter und sei hautnah beim Takeoff des Thai-Airbus dabei! Trailer:
Für 1000e Piloten auf der ganzen Welt ist es Alltag: Fliegen nach Instrumenten. Das bedeutet: Man schaut nicht raus, sondern IMMER auf die Instrumente, man navigiert mit Funk und man befolgt die IFR, die “Instrument Flight Rules”.
Der Privatpilot ist in der Regel im Sichtflug unterwegs und folgt den “Visual Flight Rules” VFR. Dennoch - in der Grundausbildung werden die grundlegenden Prinzipien gelehrt und man lernt damit, wie die Instrumente zu lesen sind, wenn man keine Sicht nach draussen hat. Für die Praxis ist dies insbesondere dann von Bedeutung, wenn man unabsichtlich in Wolken einfliegt. Aber man erfährt auch sonst, für was der ganze “Uhrenladen” vor der Nase gut sein kann.
Zur Flotte der Alp-Air gehört auch dieser FNPT 1 (Flight and Navigation Procedures Trainer Stufe 1) Modell Alsim 50 - heute genoss ich hiermit meinen “Jungfernflug”. Die Einrichtung und das Verhalten entsprechen einer normalen, einmotorigen Reisemaschine mit Einziehfahrwerk und Verstellpropeller und ist vom BAZL geprüft. Man fliegt also “wie richtig” :-)
Die riesige Leinwand wäre zwar schön, aber a) ist die Grafik elend schlecht und b) geht es ja um die Instrumente - m.a.W. ich schaute eine Stunde lang nicht wirklich aus dem “Flugzeug” raus…
Hier der geflogene Track, ausgehend von der Homebase Bern-Belp (obere Bildhälfte). Wir flogen südwärts, Richtung Thun (LSZW) und bis fast nach Reichenbach (LSGR), dann wieder zurück über Bern weg nach Nordwesten, um schliesslich nach einem Instrument Approach auf der Piste 14 wieder zu landen.
Sehr spannend das Ganze, erfordert vollste Konzentration und höchste Präzision - ein bisschen “daneben” kann in Wolken oder im dichten Linienverkehr das “Aus” bedeuten! Respekt vor den Instrumentenflugpiloten, das ist in der Tat eine Schuhnummer grösser…
Die geneigten Lesenden dieses Blogs kommen per heute in den Genuss einer neuen Rubrik, die da heisst “Medien”. Darunter wird alles Aviatische eingeordnet, das mit Medien zu tun hat oder sich in Medien abspielt. Dieser (eigentlich erste) Beitrag ist ein Filmreview. Die Idee dazu habe ich bei Amadéabgekupfert ;-)
“One Six Right” wird mit “The Romance of Flying” untertitelt. Das alleine hat mich dazu bewogen, den Film zu kaufen. Doch schon nach wenigen Filmminuten wird klar: Zwar sind die Bilder in der Startsequenz ausnahmslos romantisch aka kitschig, aber dann ist es eher ein Geschichtsfilm mit viiielen Zeitzeugen-Aussagen, fast schon DOK-like.
Genauer gesagt geht es prinzipiell in “One Six Right” um die Geschichte und Bedeutung des kalifornischen Van Nuys Airport VNY/KVNY. Zwar hat der Film den Anspruch, über das Treiben an irgendeinem “typischen” Lokalflughafen zu berichten - dafür ist aber KVNY definitiv der falsche Ort: Zu bewegt ist seine Geschichte…
Letztere wird denn auch sehr ausführlich dargestellt. Neben uraltem Filmmaterial kommen vor allem auch Leute zu Wort: Senioren, Veteranen und Nachwuchsflieger, aber auch andere mit dem Airport verbundene Leute. Regisseur Brian J. Terwilliger holt natürlich nur solche Stimmen ab, die etwas Positives zu berichten haben. Streckenweise liest man zwischen den Zeilen die politischen Statements, insbesondere natürlich im Kampf gegen die behördliche Beschränkung oder gar Aufhebung der Operationen auf lokalen Flugplätzen.
Trotzdem, “One Six Right” bietet auch viel Material für den Freak. Neben interessanten Aufnahmen am Van Nuys Airport selbst - Touchdown einer Gulf IV, eine Cessna rollt neben einer 737, der DC-3 Anflug… - gibt es auch noch weitere schöne und fetzige Szenen “off-airport” - etwa ein Air-2-Air Shooting mit einer Cessna 172, grad wie ich sie in der Ausbildung einsetze oder dann die Sequenz mit der gelben Piper Cub (siehe Filmplakat), wunderschön! Am berührendsten war jedoch die Szene mit dem roten DeHavilland Doppeldecker…
Fazit: Die DVD spricht vor allem Pilotinnen und Piloten an, welche solche und ähnliche Geschichten schon erlebt haben und alle irgendwann einmal auf einem kleinen Flugplatz auf den gezeigten Flugzeugmustern mit der Ausbildung angefangen haben. Die Geschichte von KVNY ist zwar interessant, aber für Europäer nicht wirklich greifbar. Wir freuen uns dafür umso mehr über die Bilder auf der DVD.
Geschrieben von hb.mbl am 16. Dezember 2009 | Abgelegt unter Aircraft
Welch ein Zufall… Die beiden grossen Flugzeugbauer - Airbus und Boeing - haben fast gleichzeitig ein komplett neu entwickeltes Modell in die Luft gebracht. Für die heutige Luftfahrt sind solche Ereignisse doch ziemlich geschichtsträchtig… Grund genug, diese Meldung über die Branchenkollegen ;-) hier auch zu wiederholen…
Das “jüngste” Mitglied der fliegenden Familie: Der Boeing 787 “Dreamliner”.
(c) Boeing Media. Die bereits fünfte gebaute Maschine, welche jedoch noch nicht geflogen ist, ist hier mit einer dezenten Werksbemalung zu sehen. Auffallend ist die spitz zulaufende Nase, welche an die selige Caravelle erinnert.
(c) Boeing Media. Der Dreamliner wird von zwei General Electric GE1000 Turbofans am 15.12.2009 zum allerersten Mal in die Luft bugsiert. Der Erstflug dauert geschlagene 5 1/2 Stunden. Muss ehrlich sagen, dass der Flieger bereits rein optisch sehr nach Zukunft aussieht - auch im Innern scheint mit dem Dreamliner bei den Midsize Jets eine neue Ära angebrochen zu sein. Mir gefällt die 787.
Etwas “klassischer” und weniger modisch kommt der Airbus A400M daher. M steht dabei für “Military” - und damit unterscheidet sich der A400 grundlegend von obigem Flieger. Die viermotorige Propellermaschine sieht denn auch eher aus wie eine Mischung aus Lockheed C130 und Antonov AN-12. Augenfälligster Unterschied zu den Mitbewerbern sind die 8-Blatt-Propeller…
(c) Borja Ruiz with friendly permission. Der Erstflug fand am 11.12.2009 statt. Nun, für Airbus ist die A400M immerhin die erste Turboprop-Entwicklung und der erste ursprünglich für militärische Zwecke konstruierte Typ, das ist doch immerhin auch ein Meilenstein in der Geschichte der EADS-Tochter - bevor dann mit dem A350 irgend wann mal der nächste Passagierjet (hoffentlich) seinen Erstflug haben wird.
Es ist hinlänglich bekannt, dass Flugzeuge fotografieren ein eher intensiv betriebenes Hobby ist. Natürlich war ich am Samstag in Zürich mit von der Partie, als sich die Mitglieder der ILS Spotting Group zum 1. ILS Spotter Day versammelten.
Natürlich ist es im Dezember nicht so toll mit dem Wetter, aber wen interessiert das schon. Die Bilder sind dafür umso spektakulärer!
Für die einen ist’s nur der Ferienbomber, aber für die anderen ist es eine Maschine! Und durch die Gischt wird die Power genial sichtbar!
An unserem Standort, dem Pistenkreuz an den Pisten 16 bzw. 28, donnern die Vögel ja sowas von nahe vorbei, Gänsehaut garantiert!
Nur eben leider… das Wetter machte uns ein wenig den Strich durch die Rechnung, das Fotografieren wurde schon beinahe zum Sport - anders kann ich mir die Verbissenheit auch nicht erklären:
(c) Daniela Christen mit freundlicher Genehmigung
Nun, damit ist wohl auch das Fotojahr zu Ende… Aber der nächste Fotoaufenthalt auf einem Flugplatz dieser Erde kommt bestimmt. Zu gross sind der Spass und die Leidensfähigkeit… :-D Aber zuerst widmen wir uns wieder ein wenig der Arbeit und der eigenen Ausbildung. Hat ja auch alles mit Flugzeugen zu tun ;-)))