Auch 2021: Das grosse “C” regiert!

Nein, ich meine nicht dieses ganz kleine “C”, sondern natürlich die grosse Cessna 182…

Wie man unschwer erkennt, ist auch das Virus noch in einer Nebenrolle präsent an diesem zweiten Januarmorgen…. Bild (c) Joël Super, mit freundlicher Genehmigung

Nachdem vergangenes Jahr *endlich* die Familiarisation abgeschlossen war (zum sehr langen Weg dorthin siehe diesen Eintrag), kamen im Flugbuch bis Ende 2020 knapp 30h auf der Skylane zusammen. Wenig überraschend absolvierte ich darum auch den ersten Flug im neuen Jahr auf diesem Flieger ab Sarnen-Kägiswil LSPG.
Seit dem letzten Flug waren allerdings fast drei Monate vergangen, weshalb ich mich entschied, solo zu fliegen, um mich vollauf die Abläufe konzentrieren zu können. Das wurde dann auch schnell nötig, als beim Anflug nach einer Platzrunde plötzlich die Geschwindigkeitsanzeige offensichtlich unzuverlässig anzeigte. Volle Aufmerksamkeit den anderen Parametern und so gleich einen kleinen “challenge” gemeistert bei der ersten Landung des Jahres. Nach zwei weiteren Platzrunden stieg ich auf 8000ft und bald stimmte der ASI mit der Erwartung überein.

Die Geschwindigkeitsanzeige arbeitete im Reiseflug wieder normal, doch ein Quercheck mit dem GPS war nicht möglich: runde 20kt Rückenwind schoben uns an!

Warum ich jetzt bei diesem Flug *ausgerechnet* nach Ecuvillens LSGE flog? Das Hauptziel war (natürlich), mit dem Flugplatzmenschen über eine eventuell bevorstehende Aktivierung des Winterlandefeldes LSWS auf dem Schwarzsee zu reden. Als Nebenziel hätte ich damit auch gleich eine Trainingslandung hier absolviert, weil ein Flug auf den Schwarzsee immer in Ecuvillens beginnen muss. Praktischerweise habe ich bei Bisenbedingungen auch noch gerade etwas Seitenwind trainieren können und für eine allfällige Nachtlandung habe ich mich gleich mit der Geografie im Umland vertraut machen können. Macht alles viel Sinn, nicht?

Nach dem kurzen Stopp in LSGE war der IO-540 der HB-CZV noch auf Betriebstemperatur, und bald schon gab ich den Pferden auf der Piste 09 Futter. Die Performance war sehr beeindruckend, so viele PS für mich alleine (und ein bisschen Treibstoff)! Über Freiburg habe ich den Autopiloten zuerst im Steigflug, dann im Heading Mode genützt, ferner noch das VOR FRI eingestellt, um auch mit den vielen Knöpfli wieder etwas in Gang zu kommen. Natürlich musste die Skylane sich nun mit 20kt Gegenwind beschäftigen. Ich hatte auch Zeit, ein paar Bilder aus meiner Heimat einzusammeln; eingeschneit gibt das alles viel mehr her!
Nach ein paar Minuten überflog ich den Glaubenbielen Pass und bereitete mich auf den Anflug über den Sarnersee vor – und schon war der erste Aus-Flug im neuen Jahr wieder vorbei. Um ein paar Erfahrungen und Erlebnisse reicher, schloss ich den Flugtag im Hangar ab. Eins ist mir ganz fest hängen geblieben: Die Cessna 182 ist halt einfach schon ein ganz genialer Flieger!

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The future is …now!

Willkommen im Jahr 2021, willkommen in der Zukunft!

Vergangene Woche war es erstmals soweit: Mir geriet ein Flugzeug vor die Linse, das einen Propeller hat, aber gar nie an eine Tankstelle rollen muss: Eine Pipistrel Velis Electro. Und damit nichts Geringeres als das weltweit erste typengeprüfte vollelektrische Flugzeug der Welt!

Und so sieht sie aus, die Velis. Das Fliegerchen steht auf dem Flugplatz Kägiswil und wird von den ansässigen Flugschulen in einer Versuchsphase für die Grundausbildung eingesetzt. Registriert ist die HB-SYJ, genau so wie fünf ihrer Geschwister, auf die AlpinAirPlanes GmbH.
LI-ION – Ein deutliches Zeichen, dass da unter der Haube etwas Spezielles abgeht. Der Elektromotor leistet maximal 57.6kW (das wären gut 77PS; das einfachste Schwestermodell mit Verbrenner kommt auf 80PS). Zwei redundante Batterien sind verbaut und sie haben eine totale Kapazität von 24.8 kWh (Quelle).
Die HB-SYJ wird nie einen Funkspruch “taxi to fuel station” absetzen müssen. 😀
Die Energie kommt einzig über diesen Deckel ins Flugzeug.

Auf der Haube prangt ferner ganz selbstbewusst der Sticker “EASA type certified”. Es wird sehr spannend sein zu sehen, was die Ingenieure in der nächsten Zeit noch alles “raushauen” – die Zukunft hat eben erst begonnen! Wichtig ist dabei, dass Pipistrel den E-811 genannten Motor auch stand-alone zertifiziert hat und Dritten ohne Flugzeug anbietet. Andere Muster und später stärkere Motoren können ohne grosse Unsicherheit vorhergesagt werden.

Das Ladegerät ist eingesteckt, die Akku-Kühler sind angesprungen und die Energiespeicher “füllen” sich wieder mit “Saft”.

Zur Ladezeit kann ich keine Aussagen machen, aber bei vollen Speichern sind 60 Minuten maximale Flugzeit möglich. In die Fliegersprache übersetzt, würde das ungefähr für “8-10 Platzrunden” reichen. Wenn man vom Flugplatz wegfliegt, steigen die Reserve-Anforderungen und damit die Reichweite. Grosse Sprünge sind also nicht drin.
Da es aber die Pipistrel auch als Version mit Verbrennungsmotor gibt, liegt die Lösung nahe, die zwei Antriebs-konzepte in der Ausbildung zu kombinieren. Und eben, während ich diese Zeilen schreibe, schreitet die Entwicklung rasant voran: Grössere Reichweiten und leichtere Akkus sind nur eine Frage der Zeit.

Vier silberne Schalter umlegen – fertig. Vergleiche mit dem Startprozedere einer Cessna Skyhawk mit Einspritzmotor und Glascockpit – eine leichte Simplifizierung hat schon stattgefunden, würde ich meinen…

Bleuair wird sich vorerst noch nicht an der Zukunft beteiligen – aber Pipistrel arbeitet auch an einer Hybridversion ihrer Viersitz-Rakete “Panthera” (die ich schon mit Verbrennungsmotor ziemlich cool finde). Da würde ich dann auch ganz schnell vom Saulus zum Paulus!

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(Nur) ein Flugzeugstart…

Gewöhnlicher geht fast nicht. Ein Flugzeug rollt auf die Startbahn, beschleunigt, hebt ab und dreht auf Kurs. So weit, so 08/15? Kaum, sonst würde ich hier nicht davon erzählen.

Wieso allerdings ein Start eines Flugzeugs über 1’000 Leute anlockt? Das hingegen kann ich mir nicht so ganz erklären. Ein paar Nerds, vielleicht? Klar, so ähnlich wie beim Besuch der IL76 im Frühling. Was hat sich also diese Woche so geschichtsträchtiges zugetragen?

Die RUAG Space baut Raketenverkleidungen. Diese sind so gross, dass sie ab dem Militärflugplatz Emmen mit einem Flugzeug transportiert werden müssen. Dafür kam wegen der Grösse jeweils eine russische Antonov An-124 zum Einsatz, in den letzten 20 Jahren offenbar rund 45mal. Die Produktion wurde verlagert, ein Transport ab Emmen fällt künftig weg. Am Mittwoch fand nun der letzte Transport einer Verkleidung ab Emmen statt. Diese Story fand sogar den Weg in die Massenmedien – und schon wird etwas Spezielles draus.

So speziell, dass auch ich meine Mittagspause für einen perfekt getimten Abstecher nach Emmen nutze. Geplante Startzeit 12:30, effektive Startzeit 12:45…

(Bilder mind. 1280px)

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Kein Sternflug – und doch…

Es war quasi der Sternflugersatz… Der für den letzten Samstag angesagte Traditionsanlass der ILS wurde Anfang Juni aus Gründen abgesagt. Der Anlass wäre auf dem Segelflugplatz Winterthur LSPH durchgeführt worden, aber äbe… Mit dem wohlwollenden “Ja” des Flugplatzleiters in der Tasche und einem Fluglehrer im Gepäck steuerte ich den Platz dennoch an. Die Graspiste bekommt der Piper Super Cub auf Bushwheels bedeutend besser, somit ist Winterthur LSPH schon mal gut geeignet für einen Checkflug. Dann war es auch gleich eine gute Übung, einen neuen Platz gründlich vorzubereiten. Eine prima Kombi und eine tolle Erfahrung! Danke allen Beteiligten (y)

“Sternflug” mit nur 1 Flugzeug – Winterthur LSPH am 25.07.2020

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7. Int’l Cessna Meeting, Jena-Schöngleina EDBJ

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Aller guten Dinge sind drei – nach 2016 und 2018 klappte es diesen Monat wieder mit dem Besuch am Cessna-Treffen in Jena. “Aus Gründen” war es ein besonders spezieller Ausflug für mich. Würde das Treffen überhaupt stattfinden? Wenn ja, würde … Weiterlesen

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Zum Matterhorn fliegen

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Schon wieder eine Premiere: Heute genoss ich den ersten bleuair-Flug zum Matterhorn! Das tönt unglaublich, ist aber tatsächlich so. Zwar hatte ich das “Horu” bereits als Passagier von oben bestaunen dürfen – erstmals 2007 aus der Piper Super Cub von … Weiterlesen

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Der erste Passagierflug

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Nein, es geht (natürlich) nicht um meinen allerersten Passagierflug. Der liegt eine Weile zurück (fast genau 10 Jahre), doch er zeichnet sich durch ein paar Parallelen aus. Dieselbe Passagierin, ein Hochdecker-Flugzeug, nicht 100% wolkenfreier Himmel, so in etwa wärs das. … Weiterlesen

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Hallo sagen – danke sagen

Der heute absolvierte, zweijährliche Trainingsflug für die Scheinverlängerung, führte mich durch die Kontrollzone von Zürich. Das natürlich nicht ohne Hintergedanken: Der Tiefblick auf den Flugplatz, wenn man seinen Slot gekriegt hat, ist immer spannend. Das ganze Geschehen auf der Frequenz macht Laune, man ist mitten unter den Grossen. Und genau denen wollte ich kurz hallo sagen, solange sie nicht abheben dürfen…

Ein willkommener Zufall wollte es, dass ich direkt über dem Platz einen Vollkreis erbitten konnte. Der Fluglehrer – an dieser Stelle danke für Deine Geduld! – übernahm kurz das Steuer und ich konnte damit ein paar Schnappschüsse einfangen. Naja, besonders speziell sieht es nicht aus, ausser dass es fast nur einheimische Flieger sind. Aber die Parkpositionen sind nicht überbelegt, “Flugzeugstapel” gibts hier keine (dies weil ein Teil der Flotte in Dübendorf abgestellt wurde – oder auf Langstrecke Cargoflüge absolviert). Abschliessend natürlich auch einen Dank an die Lotsen, welche uns super unterstützten.

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My First Ilyushin

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…das ist zwar weder ganz korrekt, noch besonders originell, aber es war tatsächlich meine erste Sichtung einer russischen Frachtmaschine des Typs Ilyushin IL-76! Die ganz in Weiss gehaltene “Kiste” kam im Auftrag der SwissInt nach Emmen, um Transportflüge in den … Weiterlesen

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Lock-up the flying!

Nach dem Lock-Down kommt der Lock-Up. Es geht wieder Up, Up in the sky!
Ende April, Anfang Mai habe ich mit den drei Flugzeugtypen, die ich momentan aktiv fliege, eine Trainingseinheit absolviert, um mich wieder fit zu machen. Alles ringsum ausblenden und sich bestmöglich auf die Abläufe konzentrieren, Automatismen auffrischen und, natürlich, ein wenig geniessen.

Jede Trainingseinheit bestand aus:
– Flug auf einen anderen Platz
– Eines der Legs dauert länger als 30 Minuten
– Einflug in eine Kontrollzone
– Mindestens 3 Landungen

Cessna 172 Skyhawk: Hausen am Albis nach Bern (CTR), drei touch & go (T/G)
Piper PA-18 Super Cub: Hausen am Albis nach Buttwil via Zürich (CTR), sechs T/G
Cessna 182 Skylane: Kägiswil nach Grenchen (CTR), drei T/G

Und damit lässt sich zusammenfassen: Bleuair ist wieder up and running (y)

AUSSER… 🙁 mit Wasserflugzeugen. Der Aero Club Como muss leider weiterhin geschlossen bleiben (landesweites Flugverbot für Kleinflugzeuge). Sobald sie wieder öffnen, werde ich sie hoffentlich wiederholt besuchen können und damit ihrem Betrieb wieder zu Schwung verhelfen. Übung macht den Meister! …und vielleicht willst Du mich ja mal einen Tag nach Como begleiten?

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