Fliegen 2.0: Instrumentenflug

Für 1000e Piloten auf der ganzen Welt ist es Alltag: Fliegen nach Instrumenten. Das bedeutet: Man schaut nicht raus, sondern IMMER auf die Instrumente, man navigiert mit Funk und man befolgt die IFR, die „Instrument Flight Rules“.

Der Privatpilot ist in der Regel im Sichtflug unterwegs und folgt den „Visual Flight Rules“ VFR. Dennoch – in der Grundausbildung werden die grundlegenden Prinzipien gelehrt und man lernt damit, wie die Instrumente zu lesen sind, wenn man keine Sicht nach draussen hat. Für die Praxis ist dies insbesondere dann von Bedeutung, wenn man unabsichtlich in Wolken einfliegt. Aber man erfährt auch sonst, für was der ganze „Uhrenladen“ vor der Nase gut sein kann.

Zur Flotte der Alp-Air gehört auch dieser FNPT 1 (Flight and Navigation Procedures Trainer Stufe 1) Modell Alsim 50 – heute genoss ich hiermit meinen „Jungfernflug“. Die Einrichtung und das Verhalten entsprechen einer normalen, einmotorigen Reisemaschine mit Einziehfahrwerk und Verstellpropeller und ist vom BAZL geprüft. Man fliegt also „wie richtig“ 🙂

Die riesige Leinwand wäre zwar schön, aber a) ist die Grafik elend schlecht und b) geht es ja um die Instrumente – m.a.W. ich schaute eine Stunde lang nicht wirklich aus dem „Flugzeug“ raus…

Hier der geflogene Track, ausgehend von der Homebase Bern-Belp (obere Bildhälfte). Wir flogen südwärts, Richtung Thun (LSZW) und bis fast nach Reichenbach (LSGR), dann wieder zurück über Bern weg nach Nordwesten, um schliesslich nach einem Instrument Approach auf der Piste 14 wieder zu landen.

Sehr spannend das Ganze, erfordert vollste Konzentration und höchste Präzision – ein bisschen „daneben“ kann in Wolken oder im dichten Linienverkehr das „Aus“ bedeuten! Respekt vor den Instrumentenflugpiloten, das ist in der Tat eine Schuhnummer grösser…

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