NVFR Training, Teil 1

Nachtflug – vor langer Zeit mal durfte ich als Passagier den Zauber der Nacht aus der dritten Dimension erleben. Mittlerweile hat sich einiges getan und nach dem Aufruf von AlbisWings zur NVFR Ausbildung habe ich mir gesagt, “So, jetzt bist Du dran!”.

So kam eins zum anderen, die Cessna 172 war vom FI bereits gebucht worden und am letzten Freitag traf ich nach Feierabend (praktisch!) in Hausen auf dem Flugplatz ein.

Mit einem intensiven Briefing beginnt es – meine Nervosität wich aber leider nicht. Der Start ist dann “business as usual” – und immer noch in der Daytime. Doch die Sonne war bereits verschwunden und kurz darauf wird es richtig dunkel.

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Die letzten Lichter zucken noch am Horizont, aber schon bald ist zappenduster. Die Luft ist ruhig, Verkehr ist keiner unterwegs, der Flieger verhält sich ganz normal (die Cessna weiss ja nicht, dass es dunkel ist 😉 ) und meine Nervosität ist verflogen. Der Anflug auf Bern wird frühzeitig vorbereitet. Aber zum Glück kenne ich es “ein bisschen” und das GPS ist im Notfall auch noch da. Doch die Meldepunkte, Flughöhen etc. sind alle bekannt und schliesslich drehe ich in den Endanflug der Piste 14. Woah die vielen Lämpli 🙂

Nach einem Touch&Go rollen wir aufs Vorfeld und kriegen eine Airliner-Parkposition. Die Landegebühr in der Nacht mit einem Lärmklasse C Flieger plus die Startgebühr nach 20:00 sind auch auf Airliner Niveau… Bald sind wir wieder unterwegs Richtung VOR WIL und weiter nach Rapperswil für die finale Landung in Zürich.

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Über dem Sempachersee, dank Vollmond ist es etwas heller. Der leichte Dunst wird von der Leuchtenstadt angeleuchtet ( :-] )

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Anflug auf Cham/Zug und den Zugersee. Im Hintergrund der Säntis.

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Zürichsee, Seegemeinden, Linienflugzeuge – die Aussicht ist einfach magic!

Unser Flug geht weiter über den Ricken und nach Wil, wo wir den H1 Anflug über die Route Echo planen. Zürich Tower schickt uns in 6 (!) Warteschleifen, aber schliesslich sind wir um 21:55 auch am Boden (der Platz schliesst eigentlich um 22:00). Jetzt nur noch rund 10 Minuten Rollen, bis wir an der Parkposition angekommen sind!

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Da steht sie also, die HB-CQW, im Sektor 1 des GAC Zürich. Tolles Gefühl! Mit rund 2.5h Flugzeit ist auch bereits die Hälfte der Mindestanforderung erfüllt. Jetzt folgen noch die Sololandungen…

Tags darauf muss der Flieger wieder heimgebracht werden – dafür brauche ich keine FI-Unterstützung (er schreibt bereits an einem Bericht 😉  ). Es wird ein ganz normaler, 15-minütiger Flug von LSZH nach LSZN, inmitten des ganz normalen, zürcherischen Wahnsinns aus Boeings und Airbussen. Ich schwitze wohl mehr als am Vorabend. Immerhin, man wird wahrgenommen!

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