Segelfliegen: Ein Stück näher dran!

Die Woche ging nach dem Mittwoch mit viel Abwechslung weiter. Am vergangenen Samstag absolvierte ich meinen allerersten Passagier-Segelflug! Der Flugplatz hierzu: Dittingen im Kanton Basel-Land (LSPD). Den meisten Aviatikfans ist der Name wegen der Dittinger Flugtage ein Begriff, viele waren dort auch schon live dabei.

An einem ziemlich sonnigen Samstag Morgen im Mai wirkt der Grasstreifen über dem Laufental ganz anders, grün, saftig und sehr ruhig, ein richtiges Idyll und viel genutztes Naherholungsgebiet.

Und auch etwas abenteuerlich die Startvorbereitungen: Die Maschine wurde von einem alten VW Käfern Buggy an den Start gezogen! Nach einem Briefing mit dem Piloten habe ich den Rettungsfallschirm angezogen und wurde in den 4-Punkt Gurten des Schempp-Hirth Duo Discus verschnürt.

Alles bereit für den Start! Auch die Piper Super Cub HB-ORL, unsere Schleppmaschine, ist fertig und gibt Vollgas. Kurze Zeit später fliegt der Schleppzug auch schon und so komme ich über dem Laufental zu meinen ersten Luft-Boden-Bildern aus einem Segelflugzeug!

Und dann kommt ein wenig „Segelflieger-Handarbeit“: Kurbeln! Wir drehen also Kreise über einem bewaldeten Hangstück und wegen der fast inexistenten Thermik schraubt sich unser mehrere hundert Kilo schwerer Segler nur meterweise in den Himmel (siehe die grosse LCD-Anzeige, das Variometer). Sowohl Kurvenlage als auch Fliehkräfte machen Spass und eigentlich sehne ich mich nach mehr!

Leider meint es Petrus nicht gut mit uns und wir finden keinen Thermik-Schlauch, der uns in die Höhe trägt :-/ Also bleibt uns nach einer halben Stunde Flug nichts anderes als wieder in den heimischen Hafen zurückzukehren, ähm, auf dem heimischen Flugplatz wieder zu landen. Die Bremsklappen (links im Flügel) sind gesetzt und wir drehen links in den Endanflug der Piste 29.

Rumpelnd setzt die HB-2386 auf dem Gras auf – viel zu schnell war ein schönes Flugerlebnis zuende… Trotzdem wird mir dieser Flug in bester Erinnerung bleiben: Das leise Rauschen der Strömung an den 10 Meter langen Tragflächen wirkte beruhigend und die Tatsache, dass mir die Flügel schier aus den Schultern wachsen – sie sind viel näher dran – führt zu einem viel unmittelbareren Fluggefühl. Und dieses werde ich bald wieder mal erleben wollen. Wie heisst es so treffend: Nur Fliegen ist schöner!

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1 Antwort zu Segelfliegen: Ein Stück näher dran!

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