Zahlensalat für die hungrige Leserschaft – endlich gibt’s wieder ein bisschen Aviatik-Futter. Erst musste ich mich vom Feiern erholen, aber jetzt: Ready for departure in eine neue Geschichte mit hb-mbl 🙂 Und das kam so….
Vorab möchte ich mich bei Hermann, Christian und Markus bedanken für Eure Fotos, die Ihr mir für den Blog zur Verfügung gestellt habt. Klicke auf die Bilder für grössere Versionen.
Bevor die Landegebühren auf dem Schweizer Flugplatz #1 ins Unerschwingliche (sprich: Prohibitive) angehoben werden, wollte ich mein Flugbuch um „Zurich International Airport“ ergänzt wissen. Durch einen unglücklichen Umstand musste ich kurzfristig auf ein Ersatzflugzeug ausweichen. Der Fluglehrer wurde vom Safety Pilot zum Difference Training Instructor: Wir flogen die Socata Tobago TB-10 HB-EZW der MFGP, ein relativ junges Flugzeug mit einem Verstellpropeller. Damit stieg die Schwierigkeit noch etwas an – nicht nur der fremde Flugplatz, auch ein fremdes Flugzeug galt es zu „verarbeiten“.
Gas geben ist nicht schwer: Start in Kägiswil LSPG
Blattsalat: Wo zum Henker gehts da nach Zürich?
Da irgendwo muss es sein. Entering Downwind 28.
Bis hierher verlief alles reibungslos. Via Route Whisky flogen wir die Pflichtmeldepunke ab, welche aus der Luft gut zu finden waren. Da nachmittags nicht viel los ist, war die Kommunikation mit dem Turm problemlos abzuwickeln. Die HB-EZW wurde zum Einflug in die Platzrunde freigegeben – damit flogen wir in geringer Höhe über das Pistenende der Rww 34 und die südlichen Flughafenanlagen. Woah coool!
Nervös? Keine Zeit. Die Gedanken sind bei der übernächsten Kurve!
Turn for Finals – HB-EZW cleared to land Runway 28!
Short Final – und die Triple Seven muss warten :-p
OMG OMG OMG – Markus hat das Foto des Tages im Kasten! Danke 1000!
Wir rollen von der Piste ab, die Boeing 777 gibt Schub und donnert an uns vorbei – das Gefühl, mittendrin zu sein, ist genial. Etwas neidisch auf die Kollegen mit ihrem genialen „daily business“ bin ich jetzt schon… Für Sentimentalitäten bleibt keine Zeit – der Flug ist erst fertig, wenn der Motor aus ist. Wir rollen … und rollen … und rollen zum Parkplatz.
Follow Me! Vorbei an den Biz-Jets zum General Aviation Center.
Parkplatz erreicht, Motor aus. Wir sind da.
Mit dem VW Bus werden wir für 20.- zum Gebäude im Hintergrund gefahren – das nennt sich in Zürich „Ground Handling“ und wird mit der Sicherheit begründet. Unschön, ziemlich unattraktiv, aber nicht zu umgehen. Die Landetaxe fällt moderat aus und so liegt noch ein Fläschchen Cola drin im Spuntino. Danach machen wir uns wieder auf den Weg (genau, 20.- für 100m Taxifahrt), wir haben noch was vor.
Airborne Rwy 28 at Zurich International Airport. Gruss an den Swiss A321!
Links abbiegen, Richtung Katzensee. Ausflugroute Sierra 🙂
Tolle Aussicht runter auf Zürich. Sorry wegen dem Schattenwurf!
Nachdem wir aufs Seebecken von Zürich rausgeflogen waren, wurden wir aus der Kontrollzone entlassen. Danke an den Turm. Alles in allem keine Hexerei, wir waren einfach einer unter vielen. Trotzdem – meine Wenigkeit hatte einiges zu tun. Entschädigung dafür: Die Aussichten von oben waren mehr als interessant! Kurs Südost – nächster Halt: The Flying Beach!
Der Matrose und sein Schiff – die TB10 ist doch eine rechte Nummer!
Eine rechte Nummer war auch das hier und jetzt zu feiernde Jubiläum, soeben hatte ich meine 100. Stunde Gesamtflugerfahrung komplettiert! Wow, fühlt sich gut an! Wir feiern ganz ganz bescheiden mit einer Tasse Kaffee auf der Restaurant-Terrasse. Der Flugplatz von Wangen-Lachen ist dafür super geeignet – ich hoffe, im Sommer hierher an die Beach zurückkehren zu können.
The Beach (aka „Flugzeugträger): Wangen-Lachen (SZ) am Obersee.
Sihlsee, Glarner Alpen, Schnee, Eis, Sonne, blauer Himmel. I like!
Die Königin der Berge – herrliche Aussicht auf die Rigi im Dunst.
Nur Fliegen ist schöner! Geniale Aussicht auf den Dunst und die Rigi!
Über Buochs beginnen wir mit dem Anflug – nun galt die volle Aufmerksamkeit wieder dem Flugzeug und den Flugplätzen und Lufträumen. Die HB-EZW kennt ab hier den Heimweg – aber ich überlasse nichts dem Zufall.
Letzte Landung des Tages in Kägiswil LSPG. Und damit…
… konnte ich schliesslich auch die 250. Landung in meiner Karriere feiern. Keine besonders tolle – die Leistungsfähigkeit ist nicht mehr auf dem Maximum… Aber ich (wir?) setze den Vogel immerhin auf der Piste ab – jetzt kann die Champagnerdusche kommen!

