Auf zu (neuen) Ufern…

Sie war intensiv – und nun abgeschlossen:  Der Flight Instructor bescheinigte die erfolgreiche Familiarisation mit dem Grumman American AA-5B Tiger. Damit darf ich einen weiteren Flugzeugtypen fliegen. Was ich sogleich in die Tat umsetzte – Anker lichten, Segel setzen und volle Kraft voraus!

So sieht der Abflug von Kägiswil LSPG aus, wo der Tiger sein Gehege hat. Augen zusammenkneifen und sich nach Alaska versetzt fühlen… *träääum*

Erst mal volle Kraft voraus und testen, ob die Maschine wirklich so flott unterwegs ist wie im Büchlein versprochen. Heute war’s ideal: Mit dem Hebel auf “laut” marschierte der Zeiger immerhin locker über die 120kt Marke, blieb dann bei rund 123 KIAS kleben. Am Ort des Fotos (Region Jura) hatte ich rund 8kt Wind aus 284° – also Gegenwind. Mit der Temperaturkorrektur (OAT 5°C, ISA auch 5°C) und der Druck-Korrektur  ist der Tiger mit rund 134 KTAS unterwegs (Werksabgabe 139 KTAS)… Aber genug der Raserei.

Geniessen wir lieber die Jura-Ketten – Voraus liegt Porrentruy. Links die französische Grenze, rechts die Kontrollzone von Basel-Mulhouse. Zum Glück habe ich ein GPS. Aber: Was zum Henker mache ich denn da hinten? Genau! Neue Ufer entdecken!

Bressaucourt! Der Nachbarort von Chevenez (bekannt durch die Funde von Dinosaurier-Spuren beim Bau der Autobahn Transjurane) kriegt den ersten nigelnagelneuen Flugplatz der Schweiz seit Jahrhunderten!

Noch sind erst die Fundamente sichtbar. Die Kreise werden vermutlich für Drehteller-Hangare stehen. Die Runway ist bereits gegossen, aber sonst erinnert noch nicht viel an einen Flugplatz. Also steige ich wieder davon.

Für meine Erstlandung wähle ich Grenchen LSZG. Von Süden her gibts einen Direktanflug und eine Sahnelandung 🙂

Kurz ein Andenken-Foto anlässlich der Landung in Grenchen mit dem Tiger. Der Pilotenkollege im Hintergrund lächelt dazu milde 🙂 PS: Merke, der AA-5B ist eine “barchetta” – man steigt nicht durch eine Türe ein, sondern durchs Dach.

Kurz darauf sind wir wieder airborne und nach 17 Minuten lande ich die Maschine auf meiner ersten Homebase, Bern LSZB. Zum Glück kenne ich die Strecke – mit der Cessna Skyhawk hätte ich ein paar Minuten mehr Zeit.

Item. Da sind wir also: Die HB-UCM parkt am Fuss des Towers in Bern LSZB. Und ich im C-Büro beim Bezahlen der Landetaxe. Läppische 34.60 CHF gehen über den Tresen.

Aufmerksamen Leserinnen und Lesern dürfte nicht entgangen sein, dass sich der Himmel bereits leicht rötet. Sie ahnen drum, was jetzt (schon wieder – keine neuen Ufer hier) kommt!

Gestartet 5 Minuten vor Sonnenuntergang, adieu Feuerkugel!

Adieu, Berner Alpen! Beim nächsten Mal werde ich in Euren Gewässern kreuzen und um Eure Klippen …fliegen!

Nach 21 Minuten (ziemlich direkt geflogen) läuft die HB-UCM in ihrem Heimathafen ein und wird fachgerecht verankert. Schön war sie, die Kreuzfahrt. Nach diesem intensiven Tag ist auch der Schreibende fällig… zzz

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Ein Kommentar zu Auf zu (neuen) Ufern…

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