Seaplanes a-go-go in Anchorage

Wasserflugzeuge – in Europa eine äusserst seltene Spezies. Doch für den schreibenden Aviatik-Fan gehören die schwimmenden Flieger zu den spannendsten Geräten der dritten Dimension. In der Schweiz gibts nur äusserst selten Gelegenheiten, die Seaplanes in Aktion zu sehen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, empfiehlt sich also ein Besuch im Wasserflieger-Paradies Alaska.

Uuuuund Action! Genau so muss das sein! Die De Havilland DHC-2 Beaver der Rundfluggesellschaft Rust’s Flying Service lässt bei der Foto-Landung die Gischt spritzen.

Etwas malerischer geht es am Seeufer zu und her – diese Cessna 170 steht auf dem Trockenen und wartet sehnsüchtig darauf, wieder in ihr(e) Element(e) zurück zu dürfen.

Ein besseres Schicksal erlebt diese Cessna 185 Skywagon – sie surft unter Vollgas in den Himmel! Das Ganze vor der klassischen Kulisse des Millenium Hotel am Lake Hood, Anchorage, Alaska.

Nun ja, wenn schon alle hier oben Seaplanes fliegen, dann muss meine Wenigkeit doch auch mal ran! Hier – per Mobiltelefon geknipst – beim Gleiten an den Startplatz. Bald schon schraubt sich die alte Taylorcraft auf meinen Befehl vom Wasser in die Luft. Die anschliessenden 45min Flug und Landungen auf abgelegenen Seen gehören zum absolut Schönsten, was ich bis jetzt in der Luftfahrt erlebte….

Nach dem Flug: Der glückliche Flugschüler mit Heidi, der Fluglehrerin am Lake Hood. Dahinter die 63-jährige Taylorcraft BC12-D N44047. Einfach heiss!

Genauso heiss sind die „Grossen“ in Anchorage. Hier erwischte ich eine Grumman Goose von 1944 (!) mit einem Turbinenumbau – sie dürfte sich in einem „newer-than-new“ Zustand befinden. Sieht doch cool aus: Ein rollendes, schwimmendes, fliegendes Wohnzimmer 🙂

Noch ein Stück grösser ist die Grumman Albatross, ein ursprünglich für die U.S. Air Force entwickeltes Flugboot. Mit ihren zwei 9-Zylinder Wright Cyclone Sternmotoren mit je 1450PS ist die Maschine durchaus üppig motorisiert.

Genau so üppig wäre diese Consolidated PBY Catalina motorisiert. Das grosse Flugboot aus den 30er Jahren (einige Maschinen fliegen noch, auch in Europa) wurde für die U.S. Navy entwickelt und hat auf dem hinteren Rumpf zwei charakteristische Beobachterkanzeln (bzw. die übrig gebliebenen Löcher). Diese Maschine hier wartet schon seit Ewigkeiten (wohl vergeblich) auf die Restaurierung – zu schön wäre es, die Catalina am Himmel über Alaska zu sehen und zu hören…

Somit müssen wir uns mit zeitgenössischen Seaplanes in eben diesen Himmel über Alaska begeben. Auf einem Rundflug zum Denali National Park und zum gleichnamigen, höchsten Berg Nordamerikas (6’194müM) machen wir einen kurzen Foto-Halt auf einem abgelegenen See. Die Cessna 208 Caravan wurde vom Piloten einwandfrei in die kleine Bucht manövriert und fotogen abgestellt.

Doch einmal ist auch das grösste Abenteuer vorbei – nach ein paar Tagen gefüllt mit Erlebnissen rund um Wasserflugzeuge geht’s zur „Landung“ zurück in den Alltag, daheim in den Alpen. Im Anflug auf Lake Hood (oder in Google Earth) erhält man einen Eindruck, wie viele Flugzeuge rund um den See abgestellt sind. Es sind Hunderte, einfach krass!

Und genau so habe ich Alaska, Anchorage und die Seaplane Base Lake Hood in Erinnerung. Wow.

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1 Antwort zu Seaplanes a-go-go in Anchorage

  1. immanuel sagt:

    Wow, das tönt spannend, so ein Wasserflugzeugflug. 🙂

    Und die Bilder sind auch cool!

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