TANNKOSH 2011 Teil 1: Der Hinflug

Jaja, schon wieder ein Flugbericht. Laaangweilig! Zudem, die Strecke bin ich eben erst geflogen… Genau, endlich ist das Wochenende von TANNKOSH 2011 da! Die ganze erste Wochenhälfte fiebere ich dem Donnerstag Abend entgegen – hält das Wetter? Komme ich “raus”?

So viel vorneweg, das war ein Stück Kuchen. Am Donnerstag, 18:24 gab ich der Grumman Tiger “Futter” und stieg auf 1800müM in einen tollen Abendhimmel mit Kurs Richtung St. Gallen, den Kofferraum gefüllt mit dem halben Hausrat 🙂

Start in Kägiswil und im GPS ein “direct to” LSZR St.Gallen-Altenrhein eingeben, das bedeutet, ich muss über die Rigi drüber. Also wird der Tiger gleich zu Beginn der Reise gefordert.

Here we go, die Überflughöhe von 7000ft ist bereits über dem Bürgenstock erreicht, jetzt gehts in einen leichten SInkflug via Einsiedeln und den Rickenpass praktisch schnurgerade nach St.Gallen.

Abeam Säntis. Sorry Tis, aber der Zeitplan war zu knapp und Dein Haus wäre ziemlich off-track gelegen. Am Wetter wäre es zumindest nicht gescheitert 😉

Ehe ich mich versah, war ich bereits im direkten Endanflug zur Piste 10 in LSZR. Der leichte Rechtsdrang kommt daher, dass links neben mir eine Maule im Anflug zur Graspiste “etwas” schneller daher kommt und recht nahe aufschliesst…

“HB-UCM, report estimated ground time” – “15minutes for customs only, H-CM”. Und so kriegte ich den Parkplatz direkt vor der Türe. Die Kunden der BleuAir hatten definitiv den kürzeren Weg als jene der Austrian. (ok, ein Schönheitsfehler, ich war alleine unterwegs)

Ok, dafür sind die Kunden der Austrian etwas eher in der Luft *grml* Jänu. Nach 2 Minuten wird auch beim Tiger das Gas reingeschoben (ich erwische trotzdem noch eine Wirbelschleppe) und ich bin unterwegs nach Tannheim EDMT.

Schöne Stimmung über dem Bodensee, am Wegpunkt “LAGOS”.

Mit gut 110kts gehts noch ein bisschen aufwärts (immer noch weit und breit keine Gewitter), ich will die Kontrollzone von Memmingen EDJA überfliegen.

Über Memmingen EDJA, ein Verkehrsflughafen mit “etwas” Militär. Memmingen Tower ist so freundlich und klärt mit Tannheim Info ab, wie ich anfliegen kann. Sie informieren mich, dass wenig Verkehr herrscht (uff…) und ich ohne Verzögerung anfliegen könne. Ich sinke durch die CTR ab und nehme mit 122.85 Kontakt auf. Ab jetzt: Augen auf, Ohren spitzen und “blind” fotografieren…

Einflug von Norden (ohne Warteschleife). Zwei andere Flieger sind auf der Frequenz. Ich erspähe den einen vor mir und biege hinter ihm in den Gegenanflug ein.

Die russische Yak, welche sich ebenfalls auf dem Downwind meldet, ist zum gegenseitigen Erstaunen zuerst hinter mir, überholt mich dann aber in einiger Höhe. Sie fliegt auch viel schneller, ist zudem knallrot und damit erkenne ich sie gut.

H-CM im langen Endteil… Ok, noch etwas hoch, aber ich will auch erst in der Pistenmitte aufsetzen. Im Hintergrund erkennt man die abgerollte Piper (weiss) und die rote Yak. Ich zuckle mit meinen 70 Knoten rein und lande – in TANNKOSH! Coool. Vor mir taten das auch rund 350 Piloten, welche ihre Maschinen alle entlang des Feldes abgestellt haben. Wow.

Nach der Einweisung und sehr freundlichen Begrüssung von anderen Grumman Piloten stellte ich mein Zelt auf und genoss einfach die Stimmung…

Es war einfach ein hammer Abend. Es stimmt wirklich, der Event ist wirklich speziell.

Die Grumman Tiger HB-UCM der MFGP in Tannheim EDMT. Der Anblick erfüllte mich mit Stolz und Freude – meine erste Teilnahme an Europa’s grösstem Fly-In begann vollumfänglich perfekt und ohne Makel.

Da wegen Dauerbeschallung, Wärme und Licht noch nicht an Schlafen zu denken war, kontaktierte ich andere Schweizer, genoss Gerstensaft und sank erst nach Mitternach in den Schlafsack.

Und wie es dann am nächsten Morgen weiterging, das sei der geneigten Leserin dann in der nächsten Folge verraten. Der Freitag begann früh, aber er begann goldig! Mehr dazu bald hier 🙂

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