Mit Helvetic nach Budapest

Der Flug sollte gleich eine Doppel-Premiere werden [und mit einer Spotting Überraschung enden]… Auf dem Plan stand ein Wochenende in Budapest (1. Premiere) – Freitag früh hinfliegen und Sonntag spät heimkehren. Die Swiss Flüge wurden von Helvetic durchgeführt (2. Premiere). Auf beiden Strecken kam ein Embraer 190 zum Einsatz.


Es ist rund halb 8 Uhr und ich sitze schon im Flieger  #wastutmannichtalles

Das Licht und die Wolken waren sehr schön und darum knipste ich ein bisschen mit. Man achte beim zweiten Bild insbesondere auf den Anflug der Piste 14, bei welcher sich der Nebel von den Flugzeugen sich geteilt hat…!

Climb out Rwy 28 | Gegenkurs über LSZH | Ammergauer Alpen | Donau nach Budapest

Ich entspanne mich beim Fliegen und achte mich nicht so sehr auf die Ausblicke. Ein einziges Foto im Reiseflug – das dritte oben. Die Georeferenzen erlauben die Einordnung: Man erkennt eindeutig den Forggensee links. Das heisst, die Gipfel im Licht gehören zu den Ammergauer Alpen – und auf der anderen Flugzeugseite sähe man genau hier die Zugspitze!


Und da kommt auch schon der Platz in Sicht. Wir werden auf die Piste 31 R gehen, rechts vom Tower. Und nach dem Abrollen dann noch eine Überraschung, wird doch tatsächlich der Airbus A319CJ “2801” der tschechischen Luftwaffe durchgezogen… Als bekennder Fan des kleinen Airbus und von besonderen Bemalungen freut mich dieser “Gratisfang” 🙂

Ein sehr angenehmer, weil reibungsloser Flug von A-Z, ist absolviert. Mit dem Bus fahre ich nun nach Downtown Budapest und lerne in den nächsten 3 Tagen eine wirklich sehenswerte Stadt kennen. Eindrücke auf meiner Website www.bleuer.com 🙂

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PC-12 Rundflug

Nein, nicht “alle Jahre wieder”, obschon es der geneigten Leserin vielleicht so vorkommen mag… Aber doch häufiger als bei Otto Normalverbraucher komme ich an Bord eines Pilatus PC-12 in die Luft. So auch heute wieder… Ein wettermässig nicht ganz optimaler, aber prima fliegbarer Samstag Ende September war’s. Kurz vor 08.00 (!) in Buochs Besammlung – leider für einen Passagier zu früh… was tun? Praktischerweise konnte innerhalb 5min ein Ersatzpassagier organisiert werden – danke Jaap für die Flexibilität und Max, Kuno, Joël, Mike und Maxim fürs Mitkommen sowie Erich für den tollen, entspannten und sicheren Flug durch die östliche Hälfte der Alpen.
Wer aufmerksam mitzählte, ist auf nur 8 Insassen gekommen. Richtig – wir sind diesmal in der Executive 6-seat Version (mit zwei Crewseats in Reihe 0), im firmeneigenen Demonstrator HB-FWE unterwegs. Passt scho 🙂 Aber jetzt los mit den Bildern.


Line up Runway 06 | Tolle Stimmung am Morgen | Leaving LSZC | Stoos & Fronalpstock


Sihlsee, Wägitalersee | Herbst+Morgensonne | Säntis & Churfirsten | Diese Perspektive!


Hochwang & Igiser Alpen | Wingview | Weissflugjoch | Davos, Jakobshorn, Davosersee


Woody hat’s unter Kontrolle | Schlichtes Cockpitdesign | Val Lumnezia | Andermatt


Blick über den Gotthard | Über der Göscheneralp | Dammastock | Krasse Spalten am Titlis


Engelberg (für Jaap) | Grassengletscher, Spannort | Seelisberg & Niderbauen | Baseturn


Right Base 06 LSZC | abeam Allmendhuisli | Tolle Truppe, danke! | Toller Flieger, danke!

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Berge im letzten Licht

Nein, es wird mir auch nach dem 10. Mal nicht langweilig: Ein Alpenrundflug bei hervorragenden Bedingungen, auf die man etwas warten musste, mit begeisterungsfähigen Passagieren (Emily & Dave) und einer bequemen, wenn auch nicht ganz soo sportiven Maschine… Hammer war’s, einmal mehr! Unser Routing:


Einmal um den Mythen, dann in einem weiten Bogen um den Glärnisch, weiter zum Furkapass, ein stückweit den Aletschgletscher hochfliegen, dann weiter bis zum Sanetsch, durchs Bernbiet ins Entlebuch (durch den Justistal-Schlitz 😀 ) und um den Pilatus wieder auf die Basis nach LSPG.


Buochs von oben | Gr. Mythen von hinten | Septemberschnee @ Klausen | Rhonegletscher


Es war absolut ruhig, kein Wind und nichts. Über ansteigendes Gelände flog ich Richtung Konkordiaplatz, hier bei 2500m und mit 300m AGL drehte ich wieder um, damit ich talauswärts kommen konnte. Bei genauem Hinsehen wäre aber hier unten ein Motorausfall fatal gewesen – der Flieger sinkt schneller als der Gletscher fällt, habe ich zuhause rekonstruiert. Nicht nochmal!


Tschingellochtighore 2735m | Thunersee, Interlaken | Niederhorn, EMJ | Sibe Hängste

Schliesslich klappte alles und nach einem tollen, ausgiebigen Alpenrundflug grüsste die Sonne vom Horizont und hinter dem Pilatus drehte ich in den Anflug nach Kägiswil LSPG ein, wo aus dem Flieger drei glückliche Menschen ausstiegen. Thanks, Emily & Dave, guess we all had a blast!

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Der letzte PC-6! Der letzte?

Vor wenigen Wochen hatte Pilatus offiziell angekündigt, den legendären PC-6 Turbo Porter einzustellen! Fast die ganze Aviatik-Familie ging so, “whaaaat???” Auch mein Schrei des Entsetzens ertönte, schliesslich verbinde ich mit dem Flieger zahlreiche Aviatikerlebnisse! Immerhin ist es der einzige Typ, in dem ich auf Rädern, Skis und Schwimmer (naja fast) flog! (Vermutlich) nur die Konkurrenz und das Management des Herstellers fanden die Mitteilung gut. Zu teuer in der Herstellung, zu wenig Marktchancen, auch in China nicht. Soweit nachvollziehbar. Irgendwann muss man den Stecker ziehen. China war denn auch der Empfänger der bisher letzten Maschine mit der Seriennummer 1011 (die ich natürlich NICHT fotografierte…) Dorthin sind bisher 26 der neuesten PC-6 ausgeliefert worden. Aber dann….

Plötzlich stand da Anfang September die Seriennummer 1012 im HB-Register. Meine kleine Digicam – und viele andere Fan-Kameras – hat mittels Selbstauslöser gleich dieses Bild eingesammelt! Und wer nun glaubt, das graue HB-Bild sei das Höchste der Gefühle…

Nach der erfolgten Auslieferung an den Kunden wurde der neueste PC-6 im November-Register in WYoming eingetragen (4 88 *kopfschüttel*) heute Mittag startete er auf seinen langen Überflug in die Neue Welt… Sehr cool!

Noch ein letztes Wort zur Ankündigung des Herstellers: im 2017 könnte man also noch bestellen (heisst, Strukturteile sind noch vorhanden) und dann wird erst nach dem eventuellen Bau im 2019 das Licht endgültig ausgemacht. Also: Wer den letzten PC-6 will, sollte jetzt mal Pilatus anrufen und seinen/ihren Wunsch platzieren!

Ja und so hoffe ich natürlich, dass ich mit der MSN1012 NICHT den letzten PC-6 erwischte! Stay tuned – to be continued 🙂

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Embraer ERJ 135 in Buochs

Wieder mal ein spezieller Besucher im Kanton Nidwalden… heute landete die Embraer ERJ 135 D-AHOX der Air Hamburg auf dem Airport Buochs. Nachdem ich ja neulich die LX-GFS von innen besuchen durfte, war diesmal kein Besuch drin. Und ich muss sagen, nach allem was ich sehe und höre – die 135er ist als Bizjet ein ziemlich steiles Gerät!

Danke für den Besuch in Buochs LSZC 🙂

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Tag der offenen Betriebe

Der Titel lässt noch nicht auf einen Konnex zur Aviatik schliessen. An diesem Tag im September haben die beteiligten Firmen ihre Türen geöffnet – der Gewerbeverein Buochs-Ennetbürgen hat den Tag der offenen Betriebe ausgerichtet! Im Wirkungskreis des Vereins ansässig ist auch die Betreiberfirma des Flugplatzes Buochs… und damit kann auch die Airport Buochs AG ABAG ihre Türen öffnen!

Natürlich hat der Flugplatz ein paar “Assets”, um die Leute zahlreich zum Besuch zu motivieren, trotz schlechtem Wetter. Die Rega schickte einen Heli, AlpinLift bot sogar Heli-Rundflüge an, Skyguide machte Tower-Besichtigungen, Pilatus Aircraft Ltd. verkaufte Merchandising und die Flughafenfeuerwehr öffnete ihren Rosenbauer Panther (!) dem Publikum. Die Mirage des Miragevereins Buochs kam aus ihrer Höhle. Und natürlich wurde – im Vorfeld der Volksabstimmung über die kantonale Beteiligung über die Erhöhung des Aktienkapitals der ABAG – auch auf sachpolitischer Ebene informiert. Erwähnte ich schon die Modellflieger? Es gab also einiges zu sehen!

Im Nidwalden zuhause!

 

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Helikopter – im Dutzend billiger?

Nun, für den Fotografen auf jeden Fall! Ich musste nämlich nur 1 einziges Bild schiessen!

Ok, hier auf dem Bild sind nur 11 Helikopter. Einer ist gerade ausgeflogen; sein Standplatz wäre etwa dort, wo die Leute links der Mitte stehen. Aber es würde also schon stimmen…
Die ehemalige Parallelpiste von Buochs LSZC wurde im östlichen Bereich mit 10 Helistandplätzen markiert. Die beiden Helis der AlpinLift Helikopter AG gehören zum Inventar, aber was zum Henker machen denn die anderen Helis (mehrheitlich solche der Swiss Helicopter AG) da? Nun, sie transportierten aus verschiedenen Ecken der Schweiz Kunden der Mercedes-Benz Schweiz AG nach Buochs, wo diesen ein neues Modell vorgestellt wurde… Man muss heute schon aus dem Vollen schöpfen, wenn man Autos verkaufen will! Mir soll’s aber recht sein 😉

Und als ob das noch nicht genug wäre, stehen dafür tags darauf drei Beech King Air 200 der Air Glaciers auf den ‘Heliplätzen’. Auch diese kamen im Zusammenhang mit dem Marketing Event des Autoherstellers. Drei Beech in einem Bild und damit 100{f7915d0ad926f41913bd6e526b481f118f0e2a8d5648629b6f1051a73525101d} der Multi-Engine Flotte des Walliser Aviatikunternehmens…!

Vielen Dank für das ‘Spotter-Futter’! Hier noch die Helis und Flugzeuge einzeln

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Ein kleiner Krieger…

…sie tut niemandem was, die gelbe Piper Cub. Aber – was wenig bekannt ist: Sie hat dennoch eine “kriegerische” Vergangenheit. Kenner wissen, dass die grosszügige Verglasung bei Piper-Tandemsitzern auf die militärische Version hindeutet. So ist auch die HB-ONA eigentlich eine L-4J “Grasshopper”, welche ihre ersten Einsätze für die US Air Force flog. Auf dieser Website habe ich einen Eintrag für die Seriennummer 12867 gefunden, wonach die Maschine ab Auslieferung 1944 als 44-80571 registriert war, bevor sie am 21.01.1947 als HB-ONA in der Schweiz eingetragen wurde. Ein (allerdings undatiertes) altes s/w Bild ist auf der Webpage des Betreibervereins MFGP zu finden.

Warum erzähle ich das alles? Nun ja, weil ein “Warbird Fly-In” im Birrfeld stattfand gestern! Der Swiss Wing der Commemorative Air Force (CAF) hat zu diesem erstmalig durchgeführten Event gerufen – und ich glaube man kann mit Fug und Recht behaupten, dass es ein Erfolg war! Note: Es ist KEINE Airshow, sondern ein Fly-In, auch wenn ich den Artikel in dieser Kategorie poste.

Eine breite Palette von ehemaligen Militärfliegern aus dem In- und Ausland war zugegen und bei gutem Wetter war auch der Besucheraufmarsch ansehnlich. Der Schweizer Ableger der CAF ist nun allerdings nicht riesig und damit waren auch Flieger zugelassen, die optisch zivilisiert daherkamen. Aber: Es musste doch irgendwann mal ein Kapitel als Warbird im Fliegerleben gegeben haben. Für die ONA hiess das: GO!

Nach einem ereignislosen Überflug von Kägiswil reihte ich mich in die Anflugschleife über dem Birrfeld ein. Beim Aufsetzen sprang die Cub etwas widerborstig umher, was mich zu einem Go-Around bewegte. Zudem wollte ich nicht den Anlass mit einer Pistenblockade gefährden, den Zuschauern “Leserreporter-Material” bieten oder gar einen gröberen Bruch veranstalten. Gas rein und halt nochmal von vorne. Beim zweiten Anlauf klappte es und die ONA fand direkt neben der AN-2 “Unterschlupf”.

Ab hier war es einfach ein gemütlicher Tag. Ich traf zahlreiche Bekannte, Freunde und Arbeitskollegen, draussen röhrten Sternmotoren und V-12 Zylinder um die Wette, und alles war garniert mit anderen Gefährten und Personen in zeitgenössischer Aufmachung. Ein sehr toller Anlass – und ich hoffe auf eine Wiederholung – ich bin auch ziemlich sicher, es gibt noch viel mehr Warbirds in der Schweiz 😉

Hier nun noch ein paar Spotterpics der Flieger – ich war sonst nicht im Detail fotografisch-dokumentarisch unterwegs… praktischerweise hat das aber ein gewisser Hans J. Lehmann gemacht, dessen Galerie auf der CAF Seite verlinkt ist. HB-ONA by Hans J. Lehmann:

Take-off vom Birrfeld – tschüss und bis (hoffentlich) zum nächsten Mal!

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Freakdaaler Heuschrecken

Von irgendeiner gut unterrichteten Quelle vernahm ich es: Eine Horde abgehobener Freakdaaler ist vom heimischen Flugplatz ausgebüxt und hat heute Kurs auf den Kanton Obwalden genommen… Nix wie los, nach Kägiswil, Kamera in den Anschlag und bämm!

Die Motorfluggruppe Fricktal hatte hoffentlich einen tollen Abend auf ihrem Vereinsausflug mit SECHS (!) Maschinen nach Sarnen. Jedenfalls haben sie beim Nachtessen mit dem Restaurant Jordan (<15min Fussweg) alles richtig gemacht.

Es hat mich insbesondere gefreut zu sehen, dass die Fluggruppe es tatsächlich geschafft hat, mit 75{f7915d0ad926f41913bd6e526b481f118f0e2a8d5648629b6f1051a73525101d} ihrer Flotte einen Ausflug hinzukriegen. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass dies leider viel zu selten klappt mit so vielen Vereinsmitgliedern, welche in dieselbe Richtung ziehen.

Aber item, das ist jetzt nicht das Problem, wir sind ja hier kein Vereinspsychiater. Sondern Jäger und Sammler… Daher, liebe Freakdaaler, hier die erlegte Beute 😉

Startvorbereitungen zum Rückflug – eine bunt gemischte Flotte aus italienischen und östereichischen Plastebombern sowie amerikanischen Nietenkesseln. Abdieposcht!

Von oben nach unten:
Diamond DA-40 HB-SDJ (-> Bleuair = Schnupperflug vor 10 Jahren am 23.09.2007!)
Piper PA-28 HB-POE (->Bleuair = Silvesterflug 2007 mit Air-2-Air …)
Piper PA-28 HB-PBV
Tecnam P2008 HB-KMF
Piper PA-28 HB-PBH
Piper PA-28 HB-PIG

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Mit dem Kleinflugzeug in die Ferien

Unter diesem Motto rotierte ich die Socata Tobago HB-EZW von der Piste 03 in Kägiswil… Ein bisschen war’s ein déjà-vu der Erlebnisse im April 2014 – mit nur 1/3 des Gepäcks (keine Bikes, keine Zelte…). Diesmal begleitete mich die bessere Hälfte und kein Pilotenkollege. Was gleich war: Die blau-weisse französische Reisesänfte 🙂

Französisch ist denn auch das Stichwort, denn unser Ziel hiess Montpellier LFMT im Süden Frankreichs. Die Gegend ist “ausflugsfreundlich”, was ich bereits 2011 erfahren resp. erfliegen durfte. Einzig, diesmal sollten wir fast eine Woche bleiben, so dass es sich dann tatsächlich wie Ferien anfühlen würde.

Den Zollstopp plante ich in Annemasse LFLI direkt hinter der Grenze. Die kurzfristig geänderten Zollvorgaben waren etwas komisch zu verstehen wegen eines Vorfalls, der die ganze Nation nervös machte. Alle Plätze, auch “übliche Zollplätze”, hatten plötzlich 24h PPR für den Zoll. Ausser Annemasse schien sich mit 1h zu begnügen. Das ist doch planbar. Meine Zollanmeldung wurde jedoch nicht quittiert, ein Anruf am Platz klärte mich dann darüber auf, dass das Zollbüro das üblicherweise nicht mache. Ich solle einfach kommen. Mega praktisch für die Planung, muss man schon sagen. Aber streite Dich nie mit einem Franzosen über Bürokratie, er wird gewinnen…

   
Anflug auf Genf | Sightseeing entlang der CTR | Short Final 30 | Tarmac & C-Büro LFLI

Der Papierkram war also in Ordnung und damit brachen wir auf und flogen nach Genf via WIL, GRE, SPR. Vor der CTR LSGG bat ich um einen “Vorbeiflug” und Wegflug nach Osten. Das ergab einen Blick auf den Flughafen, die City und vorallem aufs Seebecken mit dem Jet d’Eau. Nach der etwas umständlichen Einflugprozedur schaffte ich es dann doch noch irgendwie auf die Piste 30 von Annemasse LFLI. Keine Spur irgendwelcher Gendarmen… Moderate Landetaxe bezahlen, mitgebrachtes Sandwich essen (KEINE Verpflegungsmöglichkeit am Platz 2017) und nach 1h Pause rollten wir bereits wieder los.


Vorbeiflug an Annecy | Heading: Südwärts | Camargue von oben | Meer gerade voraus


Links viel Meer | Happy crew on board | Les Sts-Maries-de-la-Mer | EZW in LFMT

Es war mein erstes Mal “Langzeitparken”. Ich stellte mir vor, dass die sengende Julisonne nicht gerade gut war fürs Flugzeug (aber viele Flieger rund um den Planeten kennen es nur so…) und mit Sonnenschutz an den Fenstern war das Maximum an “Pflege” erreicht. Wir liessen die Zulu Whisky auf dem Tarmac von Montpellier-Méditérannée zurück und holten uns einen Mietwagen. Kurze Zeit später checkten wir in einem schönen Hotel in der Nähe von Les-Saintes-Maries-De-La-Mer ein – der Bungalow stand auf einer privaten Insel. Wirklich sehr empfehlenswert!

Ein paar Tage später zogen wir um ins Hotel du Midi ans Meer in Palavas-les-Flots. Das Hotel kannte ich vom letzten Besuch, not too bad für den Preis und direkt am Strand.
Der Flugplatz war auch nicht weit und so kam es, dass ich doch auch noch einen Rundflug machen wollte (also eigentlich einen Abstecher nach Barcelona 😉 ).


Für einmal die Piste 30 “L” mit Wegflug nach Osten und tollem Blick über die Etangs…

Vorbeiflug auf gut 1000ft an Sète und Cap d’Agde mit dem Fort de Brescou

Bei Valras-Plage | Canal du Midi, Ensérune, Montady, Aquaeduct in Castries


Holding über Mauguio | Casa im Final | Vermurkster Gegenanflug | Korrigiert im Final

Schön war’s, vor allem der kartengestützte Nachvollzug des Gesehenen… Und auch ein bisschen interessant wars 🙂 Der Platz hatte viel Betrieb, weil gerade die Patrouille de France landete (daher auch die Casa). Morgen sollte hier Airshow sein und in 1h geht der Platz zu für ein Training direkt an der Küste… Und tatsächlich, tags darauf, gepflegt eingecrèmt in der Sonne gings auch schon los…



Das kennt der Schweizer Aviatikfreund leider nicht: Die Luftwaffe, noch ohne PC-21 :-), macht über’s Land verteilt, Rekrutierungsevents und bringt die Showteams mit Extra, Rafale und AlphaJets gleich mit für eine “Gratis” Airshow. Noch besser, wenn diese vom Strandtuch aus genossen wird!

Leider war dann nach einer Woche unser Genuss vorüber und es ging um den Heimflug. Den plante ich +/- so wie den Hinflug, vielleicht etwas weiter westlich, aber nicht durch die Alpen. Die Zoll-Landung war wieder in Annemasse vorgesehen.


Au Revoir LFMT | Pont du Gard | Gorges de l’Ardèche | Long final 30 LFLI

Die Parkgebühren waren sehr moderat und überhaupt alles war ganz entspannt in Montpellier. Idealerweise bringt man jedoch das Briefing-Tool selber mit. Der GA-Parkplatz ist nicht am selben Ort wie die Flugschulen, die sowas auch könnten. Und einen Pilotenbriefingraum habe ich bisher im GAC nicht entdeckt… Auf dem Heimflug ging es über Nîmes zur Pont-du-Gard und weiter durch die Hügel zur Ardèche Schlucht. Soo viele Boote! Der Luftraum war einigermassen “unterhaltsam”, doch die verschiedenen Funkstellen halfen alle kompetent aus. Über Grenoble-Isère LFLS und westlich von Chambéry LFLB folgte ich der VFR Route nördlich von Annecy-Meythet LFLP und schon berührte die Tobago wieder die Piste 30 von Annemasse LFLI. Der Zoll war wieder nicht da, die Sandwiches waren wieder lecker und die Pause war wieder nach 1h fertig.

Nach dem Überqueren des Genfersees hatten wir dann auch schon wieder Schweizer Festland unter dem Flügel. Die Wolkenbasis sank uns von FRI an die Voralpen hin entgegen, weshalb ich statt der Panoramastrasse oder des Brünigs doch die Runde über Luzern vorzog. Die finale Landung in Kägiswil war uneventful und nach total 8 Flugstunden schoben wir die HB-EZW wieder in den Hangar.

Schöne Ferien sinds gewesen 🙂 Mehr Bilder gibt es auf facebook oder noch besser auf meiner Website hier lang bitte. Viel Spass beim Nachmachen!

Veröffentlicht unter Aircraft, Airports, Holidays, PPL, VFR | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar